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Hier werden wir versuchen, die schönsten Bilder zu zeigen. Und aktuell sollen sie auch sein, jedenfalls die meisten. Und Appetit sollen sie machen. Oder Erinnerungen erzeugen... Du kannst die Bilder 2 x durch Klicken vergrössern! Nach 1 x Klick-Vergrößerung erscheint jeweils eine Bildunterschrift!

Hartmut, Ladenbesitzer auf Neuwerk, kommt mit Eiergrog und ColaNa! Schon wieder Lust???. Einfach anmelden und los geht`s....                       Aber erst die Ritte und dann zu Hartmut!

Ein schöner Tag im Watt-Rock-Café 

Die Vorfreude währte wahrlich lange! Eigentlich wollten sie schon immer mal, einige auch schon immer mal wieder nach NEUWERK. Aber es war keiner da, der da sagte: „Am 10. Juli fahren wir ins Watt.!“ Dann kam da einer doch noch und sagte diesen magischen Satz. Und prompt waren wir neun Reiter! Bettina, Sina, Anja, Jennifer, Sabrina, Daniela, Corinna, Carmen und Martin mussten früh aus den Federn an diesem 10. Juli 2005, der als schöner Sommertag mit 27° C vorhergesagt war. 5.°° Uhr Stalltreffen, 6.°° Uhr Abfahrt, 8.°° Uhr in Sahlenburg. Allein schon die Luft, wenn man die Autotür aufmacht. Die Meeresbrise aktiviert alle Sinne. In Ruhe gesattelt und los. Zeitgleich fuhren die ersten Wattwagen mit uns ins Watt. Die Nordsee zeigte sich von ihrer schönsten Seite. Zunächst ging es für ein paar schöne Fotos Richtung Hundestrand, um dann im leichten Galopp auf den Fotografen zu zureiten. Die zum ersten Mal dabei waren, bekamen leuchtende Augen und bei denen, die lange als "Wiederholungstäter" auf diesen Ritt warten mussten, war die Begeisterung sofort wieder da.                                                                                             Ruhig ritten wir zum ersten Priel, der heute gerade mal 60 cm Wasser an der tiefsten Stelle aufwies. Aber die Strömung war da und griff nach den Pferdebeinen. 2 – 3 m/sec heute nur, aber die kleineren Pferde stampften mit Wonne durch das ungewohnte Nass.
Der weitere Ritt Richtung NEUWERK war wunderschön, - um diese Zeit waren noch keine Fußgänger unterwegs. Für die Mitfahrer auf den Wattwagen muss es ein herrliches Bild gewesen sein:
9 Pferde mit 8 Amazonen und einem Reiter diszipliniert im Abstand im Galopp vorbei. Da wurde manches Foto geschossen. Man konnte weit bis zum Horizont schauen, der blaue Himmel strahlte und die Sonne brannte. Gut nur, dass wir uns vorher mit Sonnencreme geschützt hatten. Unterwegs Volker Griebel begrüßt, der, wie immer, einen seinen Wattwagen lenkte und dann war auch bald NEUWERK greifbar nahe. Jetzt Tempo reduzieren und alle Aufmerksamkeit dem Boden widmen. Hier und da sind vor der Insel die Schlammlöcher, wo schnell aus Spaß Ernst werden kann. Jetzt die Rampe herauf und wir waren in HAMBURG. Wie bitte? Aber ja: NEUWERK ist ein kleiner Teil der weit entfernten Millionenstadt HAMBURG. Einmal rechts, die Kanonen und das Ortsschild grüßen, einmal links zum Turm und das saftige Gras lädt zur Pause ein. Grasen und futtern, d.h. Trense ab und für uns ein Besuch bei „Otto“, der Laden heißt nach seinem früheren Besitzer, der aber bereits vor 9 Jahren von Otto verkauft wurde und der heute noch Wattwagen fährt. Würstchen oder Brötchen, Cola oder Bier, alles findet seinen Weg, denn die ERFISCHUNG hat sich jeder verdient. Aus einigen von uns ist inzwischen ein echter Wattreiter geworden: will sagen, mit Schlammspritzern im Gesicht und auf der Kleidung, da sieht das Lachen noch fröhlicher aus. Heute wäre Zeit gewesen für gut 1 ½ h Aufenthalt, aber die lieben Kleinen: „Wann geht´s wieder los? Wann reiten wir ? Die Kutschen fahren schon! (Einige stiegen gerade mal auf...), Ich will wieder ins Watt!“ Nach gut einer Stunde brachen auch wir auf, obwohl Griebel´s Wattwagen noch nicht wieder auf der Insel waren, wir also auf der Insel mit Gegenverkehr auch an den schmalen Stellen rechnen mussten. So also noch ein kleiner Schlenker, dass alle noch ein bisschen von der Insel sehen konnten: die in der Sonne leuchtenden Anwesen der Brüder Griebel, das Strohhotel, das Zeltlager, die saftigen Weiden etc.. „Reiten wir jetzt?“ Ja doch, wir konnten den heimkehrenden Wattwagen ausweichen und ritten wieder auf den Meeresboden zu. Gegen den Horizont nach Sahlenburg sahen wir einen langen LINDWURM. Hatten sie es also doch noch geschafft, aus den Federn zu kommen: die Wattwanderer! Wie an einer Perlenschnur aufgezogen, liefen sie der Insel entgegen.

Wir nahmen unsere Zügel auf und dann ging es wieder los, Trab und Galopp, aber natürlich auch lange Schritt-Phasen, denn die knapp 11 km können für manche Pferde speziell auf dem Rückweg sehr lang werden.

Auf der Hälfte sah ich Christian Griebel mit seinem Watt-Rock-Café. Er hatte gerade geschlossen und fuhr schon Richtung Insel. Natürlich hat er seinen Trecker noch einmal angehalten und wir bekamen mitten im Watt, mitten im Meer ein kühles „Alsterwasser“ von der Bierbude mit den kürzesten und ungewöhnlichsten Öffnungszeiten, die ich kenne. Wasser da, kein Bier, - Wasser weg, Bier da!

Die Priele waren jetzt Pfützchen, dennoch ist Vorsicht geboten, denn durch die Strömung wurden zum Teil Kanten und Rinnen erzeugt. „Einen Galopp noch, bitte!“ Okay, neun Pferde nebeneinander, die Kavallerie hätte es nicht besser machen können, Trab und dann Galopp. Ein bisschen mehr Tempo zugelegt und ich traute meinen Augen nicht: Neben mir unsere Jüngste, Jennifer - 8 Jahre, über alle Backen grinsend auf gleicher Höhe. Es war wunderschön, unvergleichlich, aber wieder einmal zu schnell vorbei.....

Pferde abwaschen, Pferde verladen, Füße trocknen, Eis oder Fischbrötchen, nach Hause fahren und den anderen erzählen und vom nächsten Mal träumen.

 

mr 10.07.2005                                                                                        ©       C. Kruck

siehe auch: Mit Barbe, Christine und Sandra im Watt, Bericht vom 29. bis 31. Juli 2005 unter <Wir über uns >